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Die VHitG-Initiative intersektorale Kommunikation
Die Initiative wurde im Mai 2005 innerhalb des VHitG ins Leben gerufen, um den intersektoralen Austausch von Nachrichten und strukturierten Dokumenten im medizinischen Kontext zu ermöglichen. Ziel ist, ausgewählte Behandlungsprozesse zu bearbeiten und im Sinne der integrierten Versorgung den Austausch von Daten und Prozessinformationen sowie deren Weiterverarbeitung zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor zu ermöglichen. Die Ergebnisse sind frei von Lizenzen und Zertifikaten und stehen öffentlich zur Verfügung.
An der Initiative sind 15 VHitG-Mitgliedsunternehmen aktiv beteiligt: Agfa, All for One, Cymed, DOCexpert, fliegel data, GSD,  Health-Comm, ID Berlin, InterComponentWare, iSOFT, MCS, Medos, RZV, Siemens und Tietoenator.
Die Initiative arbeitet an folgenden Kernprojekten:
1. Elektronischer Arztbrief

In dem ersten Implementierungsleitfaden Version 1.50 wird die Anwendung des elektronischen Arztbriefs unter HL7 CDA Release 2 beschrieben. Der Leitfaden gibt Implementierungshilfen und dient Entwicklern und Anwendern bei der Entwicklung und Einrichtung der Arztbriefkommunikation. In den Supporting Documents sind Arztbrief-Beispiele, Stylesheet, Schema, Schematronregeln und zusätzliche Informationen enthalten, die bei Umsetzung helfen.

  Supporting Documents
  Leitfaden Arztbrief
Reha-Kurzbrief

Seit Herbst 2006 unterstützt auch die Deutsche Rentenversicherung Bund die VHitG-Initiative und leistet ihren Beitrag speziell bei der Einbeziehung des Sektors der medizinischen Rehabilitation. So ist der gemeinsame Implementierungsleitfaden zum Reha-Kurzbrief entstanden.Dr. Günter Haug, leitender Arzt des Reha-Zentrums Bayerisch Gmain Klinik Hochstaufen fasst die Vorteile für die Reha zusammen: “Der elektronische Kurzarztbrief bietet eine elegante und zeitnahe Kurzinformation an die nachbetreuenden Ärzte über wesentliche Inhalte und Ergebnisse der medizinischen Leistungen zur Rehabilitation. Er enthält vor allem wichtige Daten zur Nachsorge, so die Rehabilitationsdiagnosen, Informationen über den Verlauf der Rehabilitation, die empfohlene Medikation und über die weitergehenden Nachsorgemaßnahmen sowie die sozialmedizinische Beurteilung in Kurzform. Der elektronische Kurzarztbrief wird weitgehend aus bestehenden Datensätzen generiert und minimiert so den Mehraufwand für das ärztliche Team in den Rehabilitationskliniken”.

  Leitfaden-VHitG-DRV-Reha-Kurzbrief-v100 | pdf – 702 kb
Addenda elektronischer Arztbrief

In Ergänzung zum bestehenden Implementierungsleitfaden Arztbrief des VHitGs sind zwei neue Addenda entstanden, die eine strukturierte Darstellung der Medikation und Labordaten ermöglichen. Diese sind immer im Kontext des Arztbriefes zu sehen und sind als Ergänzung zum eRezept oder potentieller zukünftiger Leitfäden zur Übertragung von Laborbefunden zu sehen.
Bitte beachten Sie, dass die 2 Leitfäden im Zusammenhang mit den Supporting Documents stehen.

  Addendum zum Arztbrief: Labor auf der Basis der HL7 CDA Release 2 für das Deutsche Gesundheitswesen-v100
  Addendum zum Arztbrief: Medikation auf der Basis der HL7 CDA Release 2 für das Deutsche Gesundheitswesen-v100
  SupportingDocuments-v11 | zip – 316 kb
2. Eindeutige Patientenidentifikation (PID)

Das Konzept zur eindeutigen Patientenidentifikation beschreibt die Kommunikation zwischen den Primärsystemen und einem so genannten Master Patient Index. Die Umsetzung erfolgt auf Basis HL7 Version 3. Das Paket Supporting Documents enthält Beispiele, Schema und weitere Informationen für die Implementierung.

  Leitfaden PID
  Supporting Documents
3. Auftrags- und Terminkoordination

Schwerpunkt des Konzeptes ist die Unterstützung der Prozesse zur Ressourcenplanung zwischen den Leistungserbringern. Der Leitfaden beschreibt im Detail den Datenaustausch zur Anforderung und Erbringung
von Auftragsleistungen bei der Mit- und Weiterbehandlung.
Die Lösungskonzepte sollen den Leistungserbringern zur Verbesserung Ihrer
Effizienz und Wirtschaftlichkeit dienen, respektive der Verkürzung der
Kommunikationswege, Ressourcenoptimierung und -auslastung unter Einbindung
des Patienten.
Vor dem Hintergrund neu entstehender Gesundheitsnetze und Konzepten
der integrierten Versorgung kann die Online-Übermittlung der Leistungsanforderung
praktisch bei allen deutschen Krankenhäusern und Fachärzten
realisiert werden, im Zusammenspiel mit ihren Zuweisern aus dem
ambulanten, stationären und Reha-Bereich.
Die Umsetzung der hier beschriebenen elektronischen Auftragskommunikation
ist derzeit nicht als Ersatz zur papierbasierten Überweisung oder
dem AHB Bogen zu sehen, da hierzu die gesetzlichen Rahmenbedingungen
zu beachten sind. Sie kann aber bereits jetzt als Prozessunterstützung
und zusätzlichen Service für Anwender und Patienten dienen. Darüber
hinaus stellt es aus HL7-Sicht die technische Basis für die elektronische Ein- bzw. Überweisung
dar.
Das Kommentierungsverfahren für die neue Spezifikation ist eröffnet. Diese umfassen die nachfolgenden Dokumente. Sie können sich an der Kommentierung beteiligen, indem Sie Ihre Kommentare in das Kommentierungsformular eintragen.
Die Kommentierung endet am 31.Juli 2007.

  VHitG_Auftrag_Kommentare | xls – 110 kb
  Leitfaden_vhitg_auftrag_v098e.pdf
Ansprechpartner beim VHitG
Andreas Kassner
E-Mail: andreas.kassner@vhitg.de